Fachkraft für

 

Kinder und Jugendpsychiatrie

 

 

Kurs 7: November 2018 bis Juni 2020

 

 

 

Allgemeine Informationen

 

 

Zugangsvoraussetzungen zur Weiterbildung

  • hat erfüllt, wer die Erlaubnis nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 und 2 des Krankenpflege­gesetzes besitzt und nachweist
  • hat erfüllt, wer die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung Erzieher, Heilerziehungspfleger, Sozialpädagoge besitzt bzw. die staatliche Prüfung zum Erzieher, Heilerziehungspfleger, Sozialpädagogen mit Erfolg absolviert hat,
  •  hat erfüllt, wer zusätzlich nachweist, dass er/sie nach Erteilung der Erlaubnis bzw. erfolgreicher Prüfung mindestens zwei Jahre Berufspraxis, davon ein Jahr in der Kinder- und Jugendhilfe besitzt.

Externe Bewerber*innen aus mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie kooperierenden Arbeitsfeldern reichen ihre Bewerbung beim Institut ein. Über die Gültigkeit ihrer Teilnahmevoraussetzungen und ihre Zulassung zur Weiter­bildung entscheidet die Institutsleitung.

 

Kosten der Weiterbildung

Die Kosten für die Teilnehmer*innen aus den Verbundkliniken belaufen sich für den Weiterbildungslehrgang November 2018 bis Juni 2020 auf 2.300,00 EUR pro Platz. Teilnehmer*innen aus nicht vertragsgebundenen Einrichtungen und Selbst­zahler*innen zahlen 3.100,00 EUR pro Platz. Für Selbstzahler*innen kann eine monatliche Finanzierung vereinbart werden.

 

 

Strukturelemente der Weiterbildung

 

 

Basiskurs

In dem Basiskurs zu Beginn der Weiterbildung (fünf Block­wochen)  werden grundlegende theoretische und methodische Kenntnisse kinder- und jugend­psychiatrischer Arbeit vermittelt. Aus unterschiedlicher Perspektive wird die Pflege und Erziehung von Kindern und Jugendlichen in den Kontext psycho­logischer, pädagogischer, pflegewissenschaftlicher und medizinischer Kon­zepte gestellt und analysiert.

Unter anderem werden folgende Lerninhalte vermittelt: Krankheitslehre der Kinder- und Jugendpsychiatrie, pädagogische und therapeutische Interven­tions­strategien u. -programme, Psychopharmakotherapie, Menschenbild, ethi­sche Grundlagen kinder- und jugendpsychiatrischer Arbeit, familiäre Soziali­sa­tion, Historie des Arbeitsfeldes, Theorien und Konzepte von Elternarbeit, Auf­bau und Ablauf von Organisationen mit ihren formalen und informalen Kommu­ni­kationsnetzen, Versor­gungsstrukturen.

 

Selbsterfahrung

In den Basiskurs ist eine methodisch angelegte „Selbsterfahrung“ integriert, die systemisch ausgerichtet ist. Die Teilnehmer*innen erhalten die Möglichkeit, ihre professionelle Haltung und damit zusammenhängende Fragestellungen zu reflektieren. Auch vorgegebene Inhalte werden im Rahmen der „Selbst­erfahrung“ behandelt, wie z. B.: „Die Rolle des Mitarbeitenden in den Praxis­einsätzen“, „Macht und Ohnmacht“, „Selbst- und Fremdwahrnehmung“. In der „Selbsterfahrung“ wird gezielt die Ideen- und Perspektivenvielfalt der Gruppe genutzt.

 

Praxiseinsätze

Einen zentralen Bestandteil des Curriculums bilden die Praxiseinsätze. Diese ermöglichen eine enge Verzahnung von theoretischem und praktischem Ler­nen und die Erprobung neuer Kompetenzen. Der „Blick über den Tellerrand der eigenen Einrichtung“ eröffnet die Perspektive für die Vielfalt und Unter­schied­lichkeit der Behandlungskonzepte in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und in der kinder- und Jugendhilfe und aktiviert das zusätzliche Kompetenz­potential vernetzten Lernens.

Die Planung und Durchführung von Praxisprojekten und die Anfertigung von Praxisberichten sind ergänzende Aufgaben der Praxiseinsätze, um den Ausbildungserfolg zu über­prüfen.

 

Theorie-Praxis-Seminare

In den Theorie-Praxis-Seminaren werden aktuelle Fragestellungen aus den Praxiseinsätzen aufgenommen und reflektiert. Die unterschiedlichen Behand­lungs­strukturen werden betrachtet, verglichen und bewertet. Weitergehend werden die Kenntnisse der kinder- und jugendpsychiatrischen Krankheitslehre und Konzepte der pädagogisch-pflegerischen Praxis ausdifferenziert und vertieft.

 

Supervision

In der Supervision können die Teilnehmer*innen ihre Fragestellungen aus der Praxis bzw. auftretende Probleme zeitnah reflektieren und Lösungen erar­beiten. Auch in der Supervision werden die Ideen- und Perspektivenvielfalt der Gruppe genutzt.

 

Spezialisierungsseminar zur Auswahl

In den Spezialisierungsseminaren werden jeweils ein therapeutischer/ päda­go­­gischer Ansatz (theoretische Hintergründe und Methoden) bzw. ein Störungs­bild der kinder- und jugendpsychiatrischen Krankheitslehre differen­ziert und vertieft vermittelt. Die Teilnehmer*innen können aus verschiedenen Themengebieten ein bzw. zwei Seminare auswählen. Das Seminarangebot befindet sich auf der Homepage des Instituts QuQuK. 

 

Selbstgesteuertes Lernen

Eigenmotiviertes Lernen zur Vertiefung selbst gewählter Themen verbessert die Fähigkeit wissenschaftlichen Arbeitens. Die Teilnehmer*innen können ihre eigenen Stär­ken und Grenzen des Lernens überprüfen und inhaltliche Priori­täten und Schwer­punktthemen herausbilden. Zugleich dient das „Selbstge­steuerte Lernen“ der Bewältigung bzw. Vorbereitung der Prüfungsleistungen.

 

Intervisionsgruppen

Die Teilnehmer*innen treffen sich zwischen den Seminaren zu organisiertem Lernen und kollegialer Beratung in regionalen Intervisionsgruppen. Die Inhalte der Seminare sollen hier vertieft, ausdifferenziert und zielorientiert bearbeitet werden. Die Einteilung und Durchführung der vorgegebenen Stundenzahl organisiert jede Intervisionsgruppe autonom.

 

Abschlussarbeit

Gegen Ende der Fortbildung ist eine schriftliche Hausarbeit zu verfassen, die einen Aspekt der eigenen praktischen Tätigkeit mit Kindern, Jugendlichen oder Familien darstellt und reflektiert und/oder ein relevantes kinder- und jugendpsychiatrisches Thema aus pflegerisch-pädagogischer Sicht bearbeitet. Das Thema der Abschlussarbeit ist zuvor mit der Kursleitung abzusprechen. Die Hausarbeit ist Gegenstand des Abschlusscolloquiums.

 

Abschlussseminar

In dem Abschlussseminar werden die gemeinsamen Lernwege und Lern­pro­zesse reflektiert und bewertet. Die Teilnehmer*innen stellen ihre Hausarbeit vor, verteidigen ihre aufgestellten Thesen und begründen ihre Argumente. Sie absolvieren im Rahmen des Seminars ihre Prüfung und erhalten bei Erfolg zum Ende des Seminars ihr Zertifikat.

 

Nachweisheft

Die Teilnehmer*innen erhalten ein Heft, in dem die genannten absolvierten Strukturelemente der Weiterbildungen nachgewiesen bzw. anerkannt werden. Dieses Nachweisheft ist der Anmeldung zur Abschlussprüfung beizufügen

 

 

 

Basiskurs Bremen

 

Blockwoche I                       19.11. - 23.11.2018

Blockwoche II                     21.01. - 25.01.2019

Blockwoche III                    01.04. - 05.04.2019    

Blockwoche IV                   20.05. - 24.05.2019

Blockwoche V                     24.06. - 28.06.2019 

 

Praxiseinsatz I                  11.02. - 22.03.2019 

 

Aufbaukurs Bremen

 

Theorie-Praxissem. I        16.09. - 20.09.2019

Theorie-Praxissem. II       04.11. - 08.11.2019

Theorie-Praxissem. III      09.12. - 13.12.2019

 

Aufbaukurs Schleswig

 

Theorie-Praxissem. IV     20.01. - 24.01.2020

Theorie-Praxissem. V      02.03. - 06.03.2020 

 

Vertiefungsseminar        11.05. - 12.05.2020

 

Abgabe der Hausarbeit          bis 29.11.2019

 

Abschlussseminar         16.06. - 19.06.2020    

und Prüfung                        

 

Broschüre Fachkraft KJP
Broschüre Fachkraft für Kinder- und Juge
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Anmeldebogen
Anmeldebogen Fachkraft für Kinder-u.Juge
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 FLYER ANGEBOT QUQUK - 2019

Flyer QuQuK 2019.pdf
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