Kooperationsvereinbarung zur Implementierung

 

eines Netzwerkes für Kinder psychisch kranker Eltern

 

  -  Präambel -

 

 

Eine psychische Erkrankung bzw. eine psychisch herausfordernde Situation eines Elternteils stellt insbesondere für die Kinder eine belastende und krisenhafte Lebenssituation dar. Wie diese Krise bewältigt und verarbeitet wird, hängt einerseits von den individuellen, familiären und sozialen Ressourcen ab und andererseits von den gesellschaftlichen, politischen und institutionellen Rahmenbedingungen der Hilfesysteme.


Die Fachkräfte aus den unterschiedlichen Hilfesystemen sind hier gefordert, den betroffenen Familien kompetente Unterstützung und Orientierung zu geben. Das kann nur gelingen, wenn die zuständigen Institutionen verbindlich und vertrauensvoll zusammenarbeiten.


Der Aufbau eines engmaschigen Netzes kann dieses möglich machen. Die Kooperationsverein- barung regelt die Zusammenarbeit der beteiligten Einrichtungen des Netzwerkes. Das Netzwerk ist offen für die Aufnahme weiterer Partner und Partnerinnen.
 

 

Ziel


Die besondere Situation von Kindern psychisch erkrankter Eltern rückt in den Vordergrund. Die vorhandenen Angebote werden im Sinne einer Ressourcenorientierung genutzt; notwendige Hilfen für Kinder werden schnell und effizient eingesetzt

 

 

Gedanken zur Netzwerkbildung


Den Kindern und den betroffenen Eltern können die Fachkräfte nur durch eine aktive Zusammenarbeit der Systeme „Kinder und Jugendhilfe“, „Kinder- und Jugendpsychiatrie“ und „Erwachsenenpsychiatrie“ gerecht werden. Begegnung und Kooperation der Systeme „Kinder und Jugendhilfe“, „Kinder- und Jugendpsychiatrie“ und „Erwachsenenpsychiatrie“ sind nicht Ziel, sondern Bestandteil der Netzwerkbildung. Respekt und Wertschätzung gegenüber der Sichtweise der jeweils anderen Systeme ist grundlegend für Kooperation und Engagement.

 
Bisherige Erfahrungen im Umgang mit der Zielgruppe, bereits vorhandene Projekte und Modelle werden genutzt. Die Entwicklung aus bestehenden Strukturen und die Integration in die bestehenden Strukturen sichern Konstanz und Nachhaltigkeit

 

 

Verabredungen zur Zusammenarbeit

 

  • Der Fragebogen zur Erfassung der Versorgungslage und des Hilfebedarfs von Kindern psychisch kranker Eltern wird ergänzend zur Anamneseerhebung eingesetzt.
  • Die beteiligten Einrichtungen benennen AnsprechpartnerInnen.
  • Der Impuls zur Koordinierung im Einzelfall zur Einleitung einer adäquaten Hilfe erfolgt dort, wo das Problem/der Hilfebedarf als erstes festgestellt wird.
  • Bei einer unzureichenden Versorgungslage eines Kindes/Jugendlichen wird der öffentliche Jugendhilfeträger sofort informiert und miteinbezogen.
  • Zur Kooperation gehören auch Vereinbarungen, die einen fachlichen Austausch und damit die Optimierung der Arbeit gewährleisten und regeln (fachliche Weisungen des AfSD; Verfahrensregelungen…)
  • Weiterentwicklung und Qualitätssicherung der Netzwerkarbeit werden auf dem letzten Netzwerktreffen im Kalenderjahr überprüft. Die Steuerungsgruppe lädt ein und moderiert.
  • Angebote und Zuständigkeiten werden mit Hilfe des Einrichtungserfassungsbogens fortlaufend, zumindest zwei Mal im Kalenderjahr aktualisiert. Dazu wird das Sekretariat von QuQuK die Einrichtungen des Netzwerkes anschreiben.

 

 

Kooperationsereinbarung_Netzwerk Kinder
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 FLYER ANGEBOT QUQUK - 2019

Flyer QuQuK 2019.pdf
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